Literatur „Trainings- und Bewegungslehre des Hochsprungs“

Das neue Buch von Hochsprung-Bundestrainer Dr. Wolfgang Killing gibt in elf Kapiteln den aktuellen Stand sportwissenschaftlicher Erkenntnisse zur Technik und zum Training von Leistungshochspringern wider:

W. Killing: Trainings- und Bewegungslehre des Hochsprungs Bundesinstitut für Sportwissenschaften, Wissenschaftliche Berichte und Materialien, Band 9/2004 315 Seiten, zahlreiche Abbildungen, Grafiken und Tabellen

Kurzinfo

  • Broschiert: 318 Seiten
  • Verlag: Sportverlag Strauß
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3868845046
  • ISBN-13: 978-3868845044
  • Größe: 20,6 × 14,6 × 2,2 cm

Inhaltsübersicht

Kap. 1 Einleitung

  • Verhältnis Trainingswissenschaft zu -praxis
  • Besonderheiten spitzensportlich orientierter Untersuchungen
  • Anforderungen an eine disziplinspezifische Leistungsdiagnostik

Kap. 2 Technikentwicklung

  • Beschreibung und Vergleich der bekannten Hochsprungtechniken
  • Bedeutung verbesserter Rahmenbedingungen für den technischen Fortschritt
  • Zeitreihenanalysen der Weltbestenlisten im Hochsprung über 40 Jahre
  • Forcierung der Leistungsentwicklung im Frauenhochsprung durch Einführung des Flop

Kap. 3 Anfängermethodik

  • Analysen bisheriger Anfängermethodiken zum Erwerb der Floptechnik
  • Entwicklung einer eigenen methodischen Reihe mit je vier Schritten zum Erwerb der Grob- und der Feinform der Floptechnik
  • Untersuchung der neuen Methodik an 3, 5, und 7. Schulklassen
  • Bestätigung der Eignung der methodischen Reihe bis zur Grobform

Kap. 4 Strukturierung sportlicher Bewegungen

  • Vergleich verschiedener Strukturierungsformen
  • Funktionsphasen- und Körperschwerpunktmodelle
  • Kritische Erörterung des Teilhöhenmodells von Hay
  • Eigenes, vereinfachtes Teilhöhenmodell mit 3 Teilhöhen
  • KSP-Höhe im Stand (h1), Steigehöhe (h2), und Lattenüberhöhung (h3)

Kap. 5 Vorstellung eigener Untersuchungen

  • Bisheriger Kenntnisstand zur Floptechnik bzw. Ausprägungen bei Spitzenathleten
  • Entwicklung eigener Fragestellungen und Hypothesen
  • Vorstellung der dreidimensionalen Bewegungsanalyse als Hauptuntersuchungsform
  • Nationale und internationale Spitzenathleten als Untersuchungspopulation
  • Ca. 300 untersuchte Sprünge
  • Differenzierung der Untersuchungsgruppe nach Geschlecht und Leistung
  • Mittlere Bestleistungen Männer: 2.29/2.09 m, Frauen 1,94/1,81 m
  • Verfahren der beschreibenden und der schließenden Statistik, Varianzanalysen
  • Messfehlerprobleme, Schwierigkeiten beim Vergleich verschiedener Untersuchungen

Kap. 6 Interindividuelle Technikvarianten

  • Analyse von 144 Athleten der nationalen bzw. internationalen Klasse
  • Quantitative und qualitative Unterschiede in einzelnen Bewegungsmerkmalen
  • Im Anlauf: Schrittlängen, Geschwindigkeiten, Richtungsänderungen, Innenlage, Schwungbeinhocke KSP-Absenkung, verschiedene Schwungarmeinsätze
  • Im Absprung: Kontaktzeit, Sprungauslage, KSP-Höhe zu Beginn und Ende, Winkeländerungen bei Knie und Hüfte,
  • Im Flug: Hüftwinkel vor und über der Latte, max. KSP-Flughöhe
  • Große Streuungen für viele Bewegungsmerkmale, große Gestaltungsspielräume für die Technik ohne Leistungsverlust

Kap. 7 Intraindividuelle Technikspielräume

  • Analyse von 28 verschiedenen Sprüngen eines Weltklasseathleten
  • Vergleich der besten Sprünge verschiedener Wettkämpfe
  • Auswertung aller Sprünge einzelner Wettkämpfe
  • Abgestufte Spielräume für einzelne Bewegungsparameter
  • Folgerungen für das Technikmodell und den Technikerwerb

Kap. 8 Leistungsbestimmende Einflussgrößen

  • Versuch einer Ursache-Wirkungskette im inter- wie intraindividuellen Vergleich
  • Ausgangspunkt Teilhöhenmodell (h1, h2 und h3)
  • h1: trainingsneutral, Selektionsmerkmal, höhere Bedeutung für Frauen
  • h2:Quotient vertikaler Beschleunigungsweg / Kontaktzeit, weitere Ableitungen
  • h3: Hüftberstreckung, Rotationsgeschwindigkeit
  • Entwicklung der Einflussgrößen bei steigender Leistung eines Athleten
  • Multiple Erklärungsmodelle
  • Deduktionskette mit Korrelationen

Kap. 9 Spezielle Sprungarbeit im Hochsprungtraining

  • Analyse von neun typischen Technik- und Sprungtrainingsübungen
  • Kinematischer und dynamometrischer Vergleich
  • Gemeinsamkeiten bezüglich Kontaktzeiten, Aufrichtwinkel
  • Abstufungen bezüglich Geschwindigkeit, Bremsstoß, Sprungauslage, Kraftwerte
  • Fehlen der lateralen Komponente bei Mehrfachsprüngen
  • Entwicklung von Spezifitätskriterien für das Hochsprungtraining
  • Übersicht: Gliederungskriterien für Sprünge

Kap. 10 Training von Spitzenhochspringern

  • Methoden der Leistungsentwicklung
  • Entwicklung des Hochsprungtrainings in den letzten 60 Jahren
  • Ost- und westeuropäische sowie amerikanische Trainingskonzepte
  • Trainingskennziffern von Bundeskaderathleten
  • Analyse des Trainings ausgewählter deutscher Spitzenathleten
  • Darstellung und Diskussion ausgewählter Trainingsinhalte
  • Tages-, Wochen-, Jahres- und Mehrjahrespläne sowie UWV-Verläufe

Kap. 11 Empfehlungen für das Hochsprungtraining

  • Gestaltung des Techniktrainings
  • Übersicht: Varianten des Techniktrainings
  • Veränderungen des Trainings im langfristigen Aufbau
  • Periodisierungsempfehlungen
  • Bedeutung von Testübungen für den Hochspringer